cyberfeminism

“Cyberspace allows for a wider range of expression and enables an encompassing of a variety of layers. In other words, one can be an activist, a theorist, an artist and a cyberpunk all in one…”

Aiko Joshi “Humanising Cyberspace”, In: South Asian Women’s Forum, Nov 29, 1999.

Cyberfeminism is an important school of Cyberculture Studies and Theories. (…) [It] stands for political strategies as well as artistic methods and was most active in the 1990s.

This annotated bibliography is meant to be an introductory work and cannot give an ultimate overview of the entire field. I chose articles by researchers, activists and/or artists that either identified as cyberfeminists or have been closely affiliated with self-identified cyberfeminist groups or collectives. Although US-American researchers have greatly contributed to this field, I did not limit my research to US American resources. Due to the nature of the Internet, cyberfeminist activism is global and cannot be pinned down to one country.

My main research questions are: How have cyberfeminist activists theorized this new space and women*’s roles in it? How do they define ‘cyberfeminism’ and who are the collectives / groups involved in this movement?

… read more (’cause sharing is caring!) >> Cyberfeminism: An Annotated Bibliograhy (PDF)

ARD, ZDF: ich zahl doch nicht für scheiße!

ab januar 2013 kommt eine pauschale GEZ-haushaltsabgabe von knapp 18 euro auf uns zu. egal, ob ich meinen fernseher als staubablage oder als besten kumpel sehe oder gar keine flimmerkiste habe: in sauerkrautland wird nicht mehr pro gerät sondern pro haushalt bezahlt.

wenn ich nun noch revue passieren lasse, was in den letzten tagen so in meine filterbubbles schwappte, packt mich die blanke wut.  nicht nur müssen wir mit ansehen, wie im öffentlich-rechtlichem fernsehen sexualisierte grenzüberschreitungen von moderatoren selbst ausgeführt werden, nein, wir müssen auch noch mit anschauen, wie diese verharmlost, gar belächelt werden (alles nachzulesen bei derspringendepunkt, drop the thought, emminordwind und iheartdigitallife). eine entschuldigung von den verantwortlichen? fehlanzeige.

das ist das öffentlich-rechtliche fernsehen, welches wir finanzieren.

Continue reading

mango empfiehlt: freestyle twitter apfelkuchen

komme um 23 uhr nach hause und denke: perfekte zeit, um einen apfelkuchen zu backen! ein blick in den kühlschrank verrät: keine eier (trauriger smiley).

hilfe! twitteria! was mach ich nun? schnell bekam ich von allen seiten tipps um die ohren geschmissen, wie dieser kuchen doch noch wirklichkeit werden kann (denn zucker hatte ich auch nicht mehr genug, aber keine angst: äpfel hatte ich :D!)

also du brauchst ungefähr (kann je nach twitter-umfeld anders aussehen):

  • 250g Mehl
  • 250g butter
  • weißer oder brauner zucker (ca. 150g)
  • honig (3 löffel)
  • 2 eier (ersatz: backpulver mit öl, oder sojamehl)
  • 1 päckchen vanillezucker
  • 1 päckchen backpulver
  • ein paar äpfel
alles zusammenschmeißen und mit den händen durchmatschen. dann die hälfte in die kuchenform geben, geschnittene äpfel draufwerfen und den restlichen teig als streusel drüberstreuseln.

gebacken mit hilfe von: @sa_hne, @maj_bootred, @Dr_Indie, @puzzlestuecke, @mariawersig und @franziska_

danke <3

mein slutwalk berlin 2012

slutwalk berlin, 15. september 2012, gegen 14:30.

meiner schätzung nach befinden sich rund 500 – 600 leute vor dem brandenburger tor. der lauti steht bereit, gleich gehen wir los. es sind angenehm viele awareness-menschen da, die stetig flyer mit den politischen botschaften des slutwalks verteilen. diese sind in einfach verständlichen worten formuliert. teilweise zu einfach. deren analyse überlasse ich allerdings meinem rauchenden kopf, wenn ich meine masterarbeit darüber in ein paar wochen beginne.

es gibt einen safer space für menschen, die nicht fotografiert werden möchten. öfter laufen durchsagen (auf deutsch und englisch), die die presse und die umstehenden bittet, respektvoll mit den protestierenden umzugehen und fotoverbote zu respektieren. gute ideen!

ich bin mit gemischten gefühlen hier. ich teile die meisten der bereits tausendmal formulierten kritiken. die stellungsnahmen von slutwalk berlin dazu finde ich teilweise nicht nachvollziehbar und politisch kaum haltbar. ich lese da auch schlicht überforderung raus.

ich fühle mich dennoch solidarisch mit einem protest, der sich öffentlich gegen vergewaltigungsentschuldigungen und sexualisierte gewalt stellt. also entschied ich hinzugehen.

zwei erlebnisse ließen mich nachdenklich_sprachlos zurück, die ich gerne mit euch teilen möchte.

___________________________________________________________

brandenburger tor, wir sind noch nicht losgelaufen. eine aktivistin einer bekannten frauenrechtsorganisation hält eine der ersten reden. ihre mitstreiterinnen jubeln. nach beendigung der rede kommt sie vom lauti runter und stellt sich ein paar meter davor hin, um mit ihren kolleginnen zu sprechen. sehr glücklich und überstolz stürmt ihr (so nehme ich zumindest an) boyfriend auf sie zu und knutscht sie ab, umarmt sie, wahrscheinlich voll des lobes.

wenige minuten später laufen wir los, ich bin direkt hinter der aktivistinnen-gruppe und dem noch immer sehr stolzen, glücklichen boyfriend. kaum liefen wir eine minute, verkündet er laut: “so, mädels, ich wünsche euch viel spaß! ich gehe dann nach hause und ruhe mich aus.” alle verabschieden sich herzlich, boyfriend küsst die aktivistin und geht des weges.

das wirft ein paar fragen auf.

wieso ist eine raumeinnehmende heteroperfomance auf einer feministischen demo gegen sexualisierte gewalt kein grund für kritik, diskussion, verwundertes nachfragen?

wieso geht er sich ausruhen, während seine freundin und andere aktivist_innen die nächsten drei bis vier stunden auf einer demonstration gegen sexismus, sexualisierte gewalt und vergewaltigungsmythen laufen. wieso scheint das kein widerspruch für alle an der situation beteiligten zu sein?

wer fühlt sich verantwortlich? wer geht sich ausruhen?

sexualisierte gewalt ist kein “frauenproblem”. 99% aller täter sind cis-männlich.

___________________________________________________________

ich lausche den reden. vor mir bemerke ich eine frau, die sich ihre arme komplett schwarz angemalt hat. mich wundert das, ich ahne schlimmes. wenige sekunden später dreht sie sich um, und ich erkenne, dass ihr oberkörper und ihr gesicht komplett schwarz angemalt sind. nur ein schlitz um die augen ist freigelassen. das soll wohl eine burka darstellen.

ich bin verwirrt, angewidert, fassungslos. dann sehe ich, dass sie nicht allein ist. insgesamt vier oder fünf frauen haben sich eine burka auf den körper gemalt. sie tragen schilder wie “fight women’s liberation from religious oppression” und “unveil women’s right to unveil”.

sie sind beliebtes fotoobjekt.

sich ein anderes frauenleben auf den körper zu malen und dann für diese frauen sprechen zu wollen, ist in einer bewegung, die unmengen kritik dafür bekommen hat, dass sie als ausgangspunkt ein weißes, westliches, feministisches subjekt nimmt, fast schon paradebeispiel für die ungenügende auseinandersetzung mit eurozentrismus, rassismus und eine unreflektierte aneignung von erfahrungen, die eine selbst nicht macht. die konsequenzen in einer islamfeindlichen und sexistischen gesellschaft sind kaum auszumalen. die burkaverbote im letzten jahr, die verherrende konsequenzen für burkaträgerinnen haben, geben einen ekelhaften vorgeschmack.

ich vermisse bei solchen aktionen konkrete positionierungen der slutwalk-aktivistinnen. wer spricht da? für wen? und warum? was publikumswirksam bleibt, ist die aufgemalte aneignung der lebenserfahrungen von burkatragenden frauen, die auf solch einer demo eigentlich kaum mitbedacht bzw. eingezogen werden. ich weiß nicht, wem das jetzt konkret helfen soll.

mango empfiehlt: wraps

Gallery

This gallery contains 4 photos.

ha! lecker & einfach. gehe in die kaufhalle und kaufe wraps (die weichen) kaufe zutaten, die du magst. ich so: tomaten, petrasilie, saure sahne, zwiebeln, soya-geschnetzeltes, käse & salatblätter. dipp. ich so: guacamole (ein bis zwei avocados) zahnstocher (um die … Continue reading

“Whenever I hear that feminism needs to re-brand itself I always wonder who we’re supposed to be doing that for”

Feminists sometimes get a bad reputation in the media. Why?

Laurie Penny: I think there is always going to be a lot of anger when the members of any privileged group have the perception that they are threatened. Whenever I hear that feminism needs to re-brand itself I always wonder who we’re supposed to be doing that for – because the point of any equality movement isn’t to get all the people with more privilege and power than you to love and accept you. Feminism wouldn’t have such a bad reputation if it were all about making men feel comfortable, but we already have a school of thought for that, and it’s called ‘patriarchy,’ and it’s not gone away yet. Lots of people seem to think that there is no point to feminism anymore and that equality has been won – but in the worlds of work, power, sex, and economics we still have a long way to go.

In: “Feminism Is An Incomplete RevolutionInterview with Laurie Penny, author of “Meatmarket: Female flesh under Capitalism” by The European — June 19, 2012

i heart web series: “LezBeProud”

OMG. this show is so bad… i couldn’t stop watching (t’was kinda like a car wreck, i couldn’t look away). however, i’m secretly obsessed with this conservative-richy-rich-country-music-mid-western-the-white-‘average’-churchy-american type of shows (don’t ask… i have strange fascinations). i not-very-proudly but nonetheless present to you:

“LezBeProud”

short summary: four rich, shiny, conventionally beautiful women with perfect hair are “out & proud” and try to convince the “straight community” that they are “normal” monogamous couples. oh no wait! their mission stops right in front of the church doors because they don’t want to wipe their lesbianism into the pastor’s face!!1! let me pause for a second – and puke.

is there any more to it? yes, unfortunately. one of the couples wants to get married, which is not allowed in texas (holy cow, they still kill people in the industrial prison complex and call it “justice”, so no surprise). anyways, they become busy planning a wedding (and have a leopard print high heel on their wedding cake, which is probably the best thing about this show). in the meantime, they play volleyball on the beach, drive with insanely expansive jeeps and discuss “homosexuality” with disgusting straight dudes that are “fine with homosexuality as long as these gays don’t want us honorable straight dudes to adopt a ‘homosexual lifestyle'”.

so yeah, i stopped watching after three or four episodes. i don’t really recommend unless you have a strong stomach.

last time i watched “anyone but me“, which was way better!