heute schmeiße ich konfetti in die luft

drei jahre feministisches bloggen – auf den tag genau.

zur feier des tages habe ich mich durch alte blogeinträge gewühlt und mich ein bisschen geschämt, aber das gehört ja dazu. und dank euch konnt ich ja auch ‘ne menge dazulernen. mein heißester dank geht daher an…

medienelite ♥ anarchie & lihbe ♥ antje schrupp ♥ anders deutsch ♥ high on clichés ♥ glasglocke ♥ ihdl ♥ mädchenmannschaft ♥ clarity & chaos ♥ recht & geschlecht  ♥ afrikawissenschaft ♥ laufmoos ♥ heiterscheitern ♥ glücklich scheitern ♥ discipline & anarchy ♥ lipstick terrorist ♥ denkwerkstatt ♥ high heel antifa ♥ stop! talking. ♥ post_gedanken ♥ zweitgurk ♥ adrianlang ♥ ein fremdwörterbuch ♥ die-tilde ♥ puzzlestücke ♥ (… und all die anderen, die ich vergessen hab!)

i was(n’t) born this way

diesen kommentar wollte ich eigentlich unter den lesenswerten text von @sanczy und @yetzt zu #poly #rzb #monogamie #herrschaft posten >> “Herrschaftsaffären und Ausschlüsslichkeiten“, aber da es in meinem kommentar nur marginal ums eigentliche thema geht (glaub ich), schreib ich es mal in dieses blog hinein.

ich lese

“Kaum ein Mensch (von wirren Evangelikalen abgesehen) käme auf die Idee, dass Hetero- oder Homosexualität selbstbestimmt und willentlich änderbar wäre. Sexualität ist keine Überzeugung sondern individueller Ausdruck von Persönlichkeit.”

und ich bin verwirrt.

ich glaube, dass ihr hier (vielleicht unwissentlich?) bezug auf dominante diskurse in den USA zu homosexualität nehmt (besonders – aber nicht nur – befeuert durch diskursmächtige schwul/lesbische gruppen). es geht um jene diskurse, die argumentationen wie “homosexualität ist nicht selbstbestimmt, nicht änderbar, sondern genetisch bedingt, gottgegeben” stützen. lady gaga fasst es mit “i was born this way ’cause god makes no mistakes” zusammen.

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activism and music go hand in hand

“for me activism and music go hand in hand (…) without activism i wouldn’t have been empowered to believe in myself enough to be a musician” – beth ditto (gossip)

(though, i’m not really stoked about her karl lagerfeld response at the end. oh well.)

i heart web series: “anyone but me”

i love watching web series. they are short, DIY, low budget, charming and i have the impression that they don’t give a shit about having a cast of characters that can compete with ridiculously unattainable beauty standards. plus, there are plenty of web series out there in the thing that’s called the internet – for free!

beginning with this post, i’m going to introduce to you web series that i came across in my exteeeensive research. i’m not a real film critic (not even a real fake film critic), so my posts will appear a bit random and most of them will definitely not contain the what-you-need-to-cover-when-you-write-about-pop-cultural-products-facts. sometimes, i’ll probably just throw around catchwords or things like “i like” or “not cool” because i’m way to lazy to provide a thorough analysis. well, bla bla, let’s start with the first one!

anyone but me

vivian, a NYC girl, moves to a small town with her dad and starts living with her aunt. she has to leave her girlfriend behind in NYC, which is only 30 minutes away. however, both still manage to make a big fuss about living faaaar away from each other. as you can see, the story is a bit ‘lala’.

nevertheless, i like how vivian’s and aster’s relationship is no big deal to vivian’s dad. being gay isn’t constructed as a problem, which is noteworthy given the millions of shows that introduce gay characters just to inform the audience that these gay characters *definitely* have an identity crisis.

as the main character, i find vivian a bit boring. her girlfriend is cute and adventurous but the story isn’t very exciting. it’s a nice little amusement and i did watch all three seasons (mainly because the episodes are very short). also important: i like the diverse cast. so i guess: i recommend.

a lovely fanzine about queer and trans* fat activism

a few days ago i went to a beautiful fat positive queer performance art and activism show organized by the Rebel Bellies (a berlin based fat activism group – they’re also on facebook). i was happy to grab one of the lovely fanzines made and brought along by queer fat activist charlotte cooper (who btw performed a really cool song with a fellow activist friend). this zine is a product of a collaborative project by many fat activists who produced a timeline with queer & trans* fat activist events and cornerstones. it’s not meant to be an exhaustive herstory but a wonderful attempt to archive fat activism and memory. i definitely encourage you to download the digital version of the fanzine or look out for the paper version at cool fat positive events.

a queer and trans fat activist fanzine (pic via obesitytimebomb.blogspot.de)

ps: today is international no diet day! everyday is no diet day! join fat grrrl activism on facebook!

mango empfiehlt: spinat-käse-quiche

einer meiner lieblings-mampfs! ganz einfach zubereitet! schmeckt auch am nächsten tag kalt! beeindruckt alle, die keine quiche-form haben!

du brauchst:

  • eine quicheform
  • blätterteig (nicht gefroren, gerne frisch)
  • eine packung aufgetauten spinat (mit oder ohne rahm, je nachdem ob vegetarisch oder vegan)
  • ca. 200g – 300g rahmkäse oder feta (bzw. vegane käsealternativen)
  • 200ml (soya-)sahne
  • ein bis zwei eier (oder veganen eier-ersatz – ich glaube, seidentofu geht)
  • klein geschnibbelte zwiebelstückchen, gewürze (was du magst)

blätterteig in die quiche form legen (ich lege immer so drei bis vier lagen übereinander). den aufgetauten spinat mit sahne, ei(er) und zwiebelstückchen mischen, nach eigenem belieben würzen (wer’s einfach mag: salz und pfeffer reichen völlig aus), in die quiche form reingeben. dann einzelne käsestückchen gekonnt in die masse reinwerfen. ab in den ofen, ungefähr 200 °C, so 40 minuten (glaube ich).

wenn der käse und der blätterteig leicht bräunlich wird, ist es fertig.

gut zu: großen hunger

„ey, seid ihr lesbisch?“

schön war’s. mit fusel, veganer torte und punk im hintergrund den abend ausklingen lassen. nun: ab nach hause.

hand in hand schlendern wir in den u-bahnhof.

7 minuten wartezeit.

auf der bank nehmen wir platz. es ist kalt unter’m hintern. gewärmt vom fusel und der zuneigung im herzen umarme ich sie. das mache ich selten. ich weiß ja nie, wer guckt.

„ey, seid ihr lesbisch?“ zwei junge frauen lehnen sich neugierig über die bank, auf der wir sitzen.

irritation.

„ey, ich frag doch nur, seid ihr lesbisch?“

es dauerte ein paar sekunden, bis ich mich gefangen hatte und frage halb-schlagfertig zurück: „ähm, seid ihr lesbisch?“

„nee, das ist voll eklig. aber ey, nicht schlimm. mich interessiert das halt wie das so ist als lesbe.“

„das geht dich gar nichts an“ sage ich und drehe mich um.

die eine sagt zu anderen: „aber die blonde ist echt hübsch!“

4 minuten wartezeit.

ich ärgere mich, weil ich sie umarmt habe und weiß nicht, ob sie das gleiche denkt. dann ärgere ich mich, dass ich die schuld bei mir suche. und ärgere mich über diese blöden menschen. dreifach-ärger sozusagen.

kichernd lassen sie uns in ruhe, eine sagt: „na, nun seid mal nicht so aggro. ist doch nichts dabei.“

die bahn fährt ein. endlich.