pseudo konsumkritik, my fat ass!

you know, twitter ist mir seit vielen monaten ein graus, weil jede kackbratze mich einfach antwittern kann und ich deren gedanklichen durchfall dann zumindest so lange lesen muss, bis ich (durchschnittlich so ungefähr nach 3 sekunden) den block-button gefunden habe. sehr, sehr häufig passiert das übrigens, wenn ich irgendwas zum thema fat empowerment schreibe. vor allen dingen, wenn dann auch noch das thema mode dazu kommt – große größen, plus size, fatshion, you name it. wenn ich diese worte höre, macht mein dickes herz einen fetten hüpfer mit dreifachen salto, weil für mich viele empowernde aspekte mit fatshion zu tun haben. ich liebe kleider, ich liebe mode-blogs, ich liebe dicke_fette modeblogger_innen, ich liebe schmuck, ich liebe bemalte fingernägel, ich liebe menschen, die sich ein verdammt heißes outfit zusammengestellt haben. wo der schlüppi zur mütze passt. oder der lidschatten zu den schuhen. ich liebe auch menschen, die auf mode scheißen und genauso auf die straße gehen, wie der wäscheständer es bereit gelegt hat.

und wenn ich dann an einem freien montagnachmittag bei 33 grad meinen dicken schwitzenden körper von der einen zur anderen seite drehe, um ein kühles lüftchen zu erwischen, und mir dazu schicke fatshion-blogs anschaue und den text von miss temple lese, der sich im übrigen kritisch mit der kommerzialisierung von modeblogs auseinandersetzt, kommt – natürlich – der nächste ätzende @reply an meine adresse, der mich fragt, wie denn bitte mein wunsch nach großen größen mit konsumkritik zu vereinbaren sei. oder ob ich nicht denke, dass ich (ja ich. ich ganz allein!) die kapitalistische konsumgesellschaft füttere, wenn ich größen ab 46/48 in kaufhäusern sehen möchte. in fetter rant-stimmung hielt ich dann auf twitter und nun auch grantig-grummelig auf diesem blog folgendes fest:

und 3. @puzzlestuecke vor einige zeit schon sehr viel kluges zeug zu pseudo-konsumkritik geschrieben hat, z.B. folgendes:

und ich abschließend nur noch folgendes zu sagen habe: