hunderte stinkefinger gegen ‘pro deutschland’

heute haben am brandenburger tor (aufgerundet!) zehn menschen von ‘pro deutschland’ demonstriert und trafen auf (ich schätze) 250 gegendemonstrant_innen, die sich den rassistischen & nationalistischen parolen trommelnd, schreiend und pfeifend entgegenstellten.

zehn ‘pro deutschland’ menschen (und ne menge polizei)

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ARD, ZDF: ich zahl doch nicht für scheiße!

ab januar 2013 kommt eine pauschale GEZ-haushaltsabgabe von knapp 18 euro auf uns zu. egal, ob ich meinen fernseher als staubablage oder als besten kumpel sehe oder gar keine flimmerkiste habe: in sauerkrautland wird nicht mehr pro gerät sondern pro haushalt bezahlt.

wenn ich nun noch revue passieren lasse, was in den letzten tagen so in meine filterbubbles schwappte, packt mich die blanke wut.  nicht nur müssen wir mit ansehen, wie im öffentlich-rechtlichem fernsehen sexualisierte grenzüberschreitungen von moderatoren selbst ausgeführt werden, nein, wir müssen auch noch mit anschauen, wie diese verharmlost, gar belächelt werden (alles nachzulesen bei derspringendepunkt, drop the thought, emminordwind und iheartdigitallife). eine entschuldigung von den verantwortlichen? fehlanzeige.

das ist das öffentlich-rechtliche fernsehen, welches wir finanzieren.

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wem gehört die stadt und in welcher stadt wollen wir leben?

berlin: “liebig 14, schokoladen und die neuordnung der innenstadt” (gentrificationblog)

Wie so oft in städtischen Konflikten geht es um nichts weniger als die simple Fragen, wem denn die Stadt gehört und in welcher Stadt wir leben wollen? Die unterschiedlichen Interessen und Ansprüche an der Innenstadt prallen aktuell mit großer Heftigkeit aufeinander und werden ausgefochten. Die Liebig 14 oder der Schokoladen sind dabei weder Grund noch Zentrum dieser Auseinandersetzung – aber symbolisch aufgeladene Austragungsorte. Kurzum: Es geht um mehr und es wäre schade, wenn dies in der Aufregung um “Krawalle”, “Scharmützel” und “linken Terror” auf der Strecke blieb

Demo gegen die Räumung: 21.02., 17.30 Uhr, Klub der Republik (U-Bhf. Eberswalder Str.)
Stellt euch der Räumung in den Weg: 22.02., 08.00 Uhr, Ackerstrasse 169, U-Bhf. Rosenthaler Platz

rassismus ist kein künstlerisches stilmittel

2012. blackface in d-land, genauer gesagt im schlosspark theater in berlin, wo gerade “ich bin nicht rappaport” aufgeführt wird und ein weißer schau­spieler eine menge schuh­creme ins gesicht geschmiert bekam, um einen Schwarzen zu spielen. in dem stück geht es um – wer hätte das gedacht! – toleranz, selbstredend. rassistischer mist ist ja jetzt nichts neues, aber wenigstens hat es diesmal einen bombastischen shitstorm nach sich gezogen. angefangen mit einem beschwerde­brief, gefolgt von etlichen beschwerdemails, dutzenden an facebook-nachrichten und empörten tweets.

was ist “blackface”? charlotte von afrikawissenschaft erklärbärt

Das sogenannte „Blackface“ ist eine rassistische Unter­haltungs­maskerade. Sie ent­stand im 19. Jahrhundert in den USA im Zusammen­hang mit „Minstrel Shows“. Diese Shows waren be­sonders beliebt bei (weißen) Industrie­arbeitern. Es traten weiße Menschen verkleidet als Schwarze auf und trans­portierten weit­gehend Klischees vom ewig fröh­lichen (natürlich singend und tanzendem) Sklaven.

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