dear straight, white, christian men

Dear Straight, White, Christian Men,

It has recently come to my attention that some of you may seem to think that some portion of your identity is under attack, be it by the “lame stream media,” the liberals, the secularists, the gub’ment, or the ghost of Ted Kennedy.

I’m here to assure you that it is, in fact, not.

To paraphrase Jon Stewart, you seem to be confusing “war” with “not getting everything you want all the time.”

(by Sami Lawson, keep reading on lawsonry.com)

„lächel doch mal!“

u-bahn, irgendwo in berlin. vollgepackt. mit menschen, einkaufstüten und gerüchen. ich sitze am fenster und schaue nach draußen. ab und zu schließe ich die augen, weil der tag lang und die laune mittel ist. ich bin schon fast am ziel, gehe punkte in meinem kopf durch, für das plenum. viel muss organisiert werden. hoffentlich bin ich gegen mitternacht zu hause.

„lächel doch mal!“

sagt er und fasste mir ans knie. erschrocken gucke ich ihn an. meine gedanken, eigentlich woanders verwurzelt, unterbrochen.

schräg vor mir sitzt er, breitbeinig, ein süffisantes lächeln. ich kenne ihn nicht.

„und guck nicht so grimmig.“ mahnt er.

mehr als einen vernichtenden blick schaffe ich nicht. die schlagkraft verloren, die zunge ganz lahm.

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wer spricht über wen und warum?

im freitag wird in einer aktuellen kolumne mit dem klangvollen titel “darf man fotze sagen?” (klicks, klicks, klicks!) ordentlichst geschwurbelt! sogar judy b. aka judith butler ist am start und wird einmal dufte von der autorin katrin durch den tofu-wolf gedreht.

kurz und knapp (ganz un-butler-esk) geht es um die frage, ob mensch beleidigende und diskriminierende (also: rassistische, sexistische) wörter nun sagen darf oder nicht. generell nerven mich ja solche fragen: warum darf ich das nicht? was darf ich eigentlich noch? ich meine: verbieten kann hier ja sowieso keine_r was. stichwort meinungsfreiheit™, demokratie™ & wir-sind-alle-gleicher™.

was den text erst einmal spannend macht: es geht um diskriminierende wörter und deren benutzung und manchmal sogar aneignung.

katrin geht’s um das wort “fotze”: ihren aussagen nach benutzen “junge Feministinnen” das wort fotze, um “ganz nach der Manier der Selbstaneignung von Worten” sich und andere damit zu betiteln. aha, also ich kenne jetzt nur eine einzige feministin, die das tut, aber hey, in deutschland sind wir es ja gewöhnt, dass feminismus an eine person gebunden ist, warum nicht einfach weiter so tun?

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