trauer.frisst.körper

ist es nicht komisch, dass mein fetter körper so oft für krankheit, schwäche, versagen, maßlosigkeit und antriebslosigkeit steht, aber in zeiten der trauer, der trostlosigkeit, der unsicherheit von anderen zu meinem quasi unbesiegbaren schutzschild gemacht wird?

der starke, widerstandsfähige, über_lebens_wichtige körper. auf einmal.

“so lange du gut isst, mache ich mir keine sorgen. greif gut zu – ich packe dir noch etwas ein”

trauer frisst. frisst, frisst, frisst. frisst sich in deinen körper und hinterlässt spuren. dicke, fette spuren hinter dicken fetten schichten.

“du hast appetit, sehr gut. wenigstens isst du. andere in dieser situation kriegen gar nichts runter, aber du warst ja schon immer stark. du bist stabil.

der robuste, alles abfedernde körper, der hält das schon aus. ja, ja.

ist es nicht komisch, dass mein fetter körper stets als bedrohlich, bekämpfenswert, ungesund und ekelhaft gilt, aber in zeiten der hilflosigkeit, der schmerzen, des verlusts von anderen zu der weichen masse gemacht wird, auf der ich bequem landen kann?

“es wäre schon alarmierend, wenn du auf einmal nichts mehr essen würdest.”

auf einmal darf ich. auf einmal muss ich.

dabei.weiß.ich.zu.gut.trauer.frisst.sich.in.den.körper.

fat talk free… life!

i have a weakness for short, heartbreaking videos with dramatic background music that grant me my well-deserved four-to-five-minute-quickie-empowerment for the day (although i know that when i watch these short feel-good treats i always find one or two things… uhm, at least a bit questionable). i do personally like this one. it makes my ♥ go yeah yeah.

but c’mon – fat talk free week?! my week’s been going on for almost four years now. feels good. most of the time.