ver-dünn-isier dich!

*rant*

als ich letztens halb-im-ernst-halb-im-scherz sagte, dass ich dünne menschen irgendwie nicht leiden kann, bekam ich einen recht vorwurfs­vollen “diskriminierung !!einself!”-blick zurück. (was ich eigentlich meinte, war: ableisierte, norm­schöne, dünne* menschen.) nun mag die eine oder andere leser_in jetzt trotz­dem noch zusammen­zucken und sich etwas unbe­haglich fühlen, aber so ist’s.

nun ja, etwas relativieren muss ich: einige meiner besten freundin_nen sind dünn. und ich bin mit ihnen befreundet, obwohl sie dünn sind! wie nett von mir! ich nehme selten an irgend­einer form von body shaming teil, also keine angst: ich habe außer einer einzigen person auch noch niemanden ver­raten, dass mir schlanke menschen schon immer suspekt waren.

es ist auch nicht ganz so leicht zu erklären, warum das so ist. denn ja, es ist total un­gerecht und vor­ver­urteilend, tatütata. anyway, please bear with me**

persönlich kann ich recht leicht erklären, warum schlanke, norm­schöne menschen mir irgendwie komisch vor­kommen: ein mix aus schlechten er­fahrungen, vor­urteilen und null anziehungs­kraft formen die basis. das alles ist kein grund, eine ganze konstruierte gruppe irgendwie abzulehnen. vor vielen monaten ist mir aller­dings auf­gefallen, warum es so ist: Continue reading

dear straight, white, christian men

Dear Straight, White, Christian Men,

It has recently come to my attention that some of you may seem to think that some portion of your identity is under attack, be it by the “lame stream media,” the liberals, the secularists, the gub’ment, or the ghost of Ted Kennedy.

I’m here to assure you that it is, in fact, not.

To paraphrase Jon Stewart, you seem to be confusing “war” with “not getting everything you want all the time.”

(by Sami Lawson, keep reading on lawsonry.com)

stop talking and start listening

stop! talk on tolerant people™ (sadly often known as privilege denying people) and what you can do when someone tells you that you are being (hetero- and/or cis-)sexist or racist.

Of course there is a qualitative difference between being an out-in-the-open racist or cis-sexist and being a tolerant person™ who supposedly does not judge or question other people’s personal decisions and self-conceptions and identities, but the effects of privileged behaviour are basically the same. You and I still discriminate and are still assholes, no matter if we define ourselves as explicitly anti-sexist or anti-racist or anti-cis-sexist. If people who are discriminated against tell you that you are behaving like an asshole, then you are. Period. No discussion needed. Denying your discriminatory behaviour does not improve anything. Whining about how evil all these people are against you does not improve anything. Here’s what helps: stop making it all about you. Stop telling other people what they should really be thinking or feeling, and why they’re wrong if they say you’re discriminating against them. Stop being defensive, and, you know, actually, stop talking. Listen. No, really, listen.

zu viel des lobes

ich habe eine kumpeline, die ich sehr verehre.

sie hat ein unendlich großes, robustes herz mit liebe für alle menschen in unserem freund_innenkreis. ihr dreckig-lustiger humor ist erfrischend. ich bewundere ihre stärke, ihren radikalen feminismus, für den ich jahre in der uni brauchte & in ihrem falle einfach der tatsache geschuldet ist, dass ihr herz am richtigen fleck pocht (nämlich links!). wofür ich eine theorie aus den hintersten gehirnwindungen vorkramen muss, hat sie immer den richtigen gesichtsausdruck parat, der verrät:

“dear sexists: so und keinen schritt weiter! verpisst euch von meinem glitzernen ponyhof.”

es gibt nur wenige sachen, die ich an ihr nicht leiden kann. letztens, als wir in erinnerungen schwelgend auf einer party etwas tipsy auf einer matratze kuschelten und in eine diskussion mit einem gemeinsamen kumpel von uns verwickelt wurden, folgte eine dieser situation, in denen ich ihr verhalten nicht verstehen konnte: sie lobte unseren gesprächspartner, weil er literally nicht schreiend wegrannte, obwohl wir ein gespräch full with buzzwords wie ‘gender’, ‘heteronormativität’ oder ‘sexismus’ führten.

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