rassismus ist kein künstlerisches stilmittel

2012. blackface in d-land, genauer gesagt im schlosspark theater in berlin, wo gerade “ich bin nicht rappaport” aufgeführt wird und ein weißer schau­spieler eine menge schuh­creme ins gesicht geschmiert bekam, um einen Schwarzen zu spielen. in dem stück geht es um – wer hätte das gedacht! – toleranz, selbstredend. rassistischer mist ist ja jetzt nichts neues, aber wenigstens hat es diesmal einen bombastischen shitstorm nach sich gezogen. angefangen mit einem beschwerde­brief, gefolgt von etlichen beschwerdemails, dutzenden an facebook-nachrichten und empörten tweets.

was ist “blackface”? charlotte von afrikawissenschaft erklärbärt

Das sogenannte „Blackface“ ist eine rassistische Unter­haltungs­maskerade. Sie ent­stand im 19. Jahrhundert in den USA im Zusammen­hang mit „Minstrel Shows“. Diese Shows waren be­sonders beliebt bei (weißen) Industrie­arbeitern. Es traten weiße Menschen verkleidet als Schwarze auf und trans­portierten weit­gehend Klischees vom ewig fröh­lichen (natürlich singend und tanzendem) Sklaven.

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