dear straight, white, christian men

Dear Straight, White, Christian Men,

It has recently come to my attention that some of you may seem to think that some portion of your identity is under attack, be it by the “lame stream media,” the liberals, the secularists, the gub’ment, or the ghost of Ted Kennedy.

I’m here to assure you that it is, in fact, not.

To paraphrase Jon Stewart, you seem to be confusing “war” with “not getting everything you want all the time.”

(by Sami Lawson, keep reading on lawsonry.com)

„lächel doch mal!“

u-bahn, irgendwo in berlin. vollgepackt. mit menschen, einkaufstüten und gerüchen. ich sitze am fenster und schaue nach draußen. ab und zu schließe ich die augen, weil der tag lang und die laune mittel ist. ich bin schon fast am ziel, gehe punkte in meinem kopf durch, für das plenum. viel muss organisiert werden. hoffentlich bin ich gegen mitternacht zu hause.

„lächel doch mal!“

sagt er und fasste mir ans knie. erschrocken gucke ich ihn an. meine gedanken, eigentlich woanders verwurzelt, unterbrochen.

schräg vor mir sitzt er, breitbeinig, ein süffisantes lächeln. ich kenne ihn nicht.

„und guck nicht so grimmig.“ mahnt er.

mehr als einen vernichtenden blick schaffe ich nicht. die schlagkraft verloren, die zunge ganz lahm.

——  Continue reading

zu viel des lobes

ich habe eine kumpeline, die ich sehr verehre.

sie hat ein unendlich großes, robustes herz mit liebe für alle menschen in unserem freund_innenkreis. ihr dreckig-lustiger humor ist erfrischend. ich bewundere ihre stärke, ihren radikalen feminismus, für den ich jahre in der uni brauchte & in ihrem falle einfach der tatsache geschuldet ist, dass ihr herz am richtigen fleck pocht (nämlich links!). wofür ich eine theorie aus den hintersten gehirnwindungen vorkramen muss, hat sie immer den richtigen gesichtsausdruck parat, der verrät:

“dear sexists: so und keinen schritt weiter! verpisst euch von meinem glitzernen ponyhof.”

es gibt nur wenige sachen, die ich an ihr nicht leiden kann. letztens, als wir in erinnerungen schwelgend auf einer party etwas tipsy auf einer matratze kuschelten und in eine diskussion mit einem gemeinsamen kumpel von uns verwickelt wurden, folgte eine dieser situation, in denen ich ihr verhalten nicht verstehen konnte: sie lobte unseren gesprächspartner, weil er literally nicht schreiend wegrannte, obwohl wir ein gespräch full with buzzwords wie ‘gender’, ‘heteronormativität’ oder ‘sexismus’ führten.

Continue reading