wanted: fat positive debatten

als ich auf twitter den #waagnis-aufruf und einige dazugehörige tweets las, habe ich eher mit den achseln gezuckt. nicht, weil ich die aktion auf anhieb besonders kacke fand, es interessierte mich einfach nicht so sehr. viele kluge leute haben auf twitter dann viel kritik an der aktion geäußert, da konnte ich noch mal einiges an argumentationen dazulernen (danke dafür!). also las ich die texte zu der aktion dann doch, obwohl sich mein interesse immer noch in grenzen hielt.

heute dann stellte ich mir zum ersten mal die frage, warum mich diese aktion eigentlich nicht interessiert. eigentlich komisch, dachte ich, es gibt ja nicht so viele smash-the-bodyshaming-patriarchy aktionen, eigentlich müsste ich das doch gut finden!

fat acceptance_empowerment blogs & bücher gehören nämlich zu meinem täglich brot. ich könnte stundenlang durch all diese fatbulösen tumblrs mit wunderschönen dicken_fetten menschen klicken (sehgewohnheiten ändern ftw!). fat empowerment ist mir als perspektive für’s leben so wichtig geworden, dass ich sogar gerade an einem workshop zum thema arbeite. die fat-positive community im deutschsprachigen raum ist unglaublich klein (oder total unsichtbar). es gibt einige plus-size modeblogger_innen, ein paar feministische blogger_innen, die hin und wieder diese perspektive in ihre texte einfließen lassen, und einige mir bekannte fat-positive gruppen (arge dicke weiber aus wien, fat up und die leider inaktive gruppe rebel bellies aus berlin, die es nur auf facebook gibt) aber insgesamt muss mensch schon über’n großen teich gucken, um große fatbulöse fat activist communities zu finden. ich nehme in ein paar monaten an einer podiumsdiskussion teil und wurde in der beschreibung als fat rights aktivistin gelistet. klingt komisch? jawohl. wir haben noch nicht mal eigene begriffe entwickelt!

die begriffe sind aber nicht das einzige, was fehlt. das ist nur die spitze des eisbergs. viel frappierender ist die tatsache, dass fat positivity fast gänzlich abwesend ist in diskussionen um körper(-normierung), diäten und schönheitsideale. das ist eigentlich total komisch, denn dicke_fette menschen müssen *andauernd* als schlechtes beispiel für diese fitness-körpernormierungs-selbstoptimierung-scheiße herhalten: die angebliche verdummung der gesellschaft (you know, the fat kids in front of their playstations), die angebliche unsportlichkeit der gesellschaft (“oh my god, kids können heute ja noch nicht mal eine rückwärtsrolle machen, die sitzen nur noch fett vor’m PC”), die angebliche verfettung der gesellschaft (es gibt eine ganze liste an ländern, die sich fast darum prügeln, das ‘dickste land’ der welt zu sein). wir merken: fat shaming ist konsequent in verbindung mit kapitalismus, ableismus, sexismus und rassismus zu denken. wir leben in einer zeit, in der jede woche eine neue obesity empidemic ausgerufen wird. ganze industrien leben davon, dass leute sich schon morgens einen diät-shake mixen, vor der arbeit zum yoga rennen und nach der arbeit zur ernährungsberaterin, um auch ja ‘alles richtig zu machen’. das gab es so vor 20, 30 jahren noch nicht. das ist eine neue qualität der selbstoptimierung, in der (unter anderem!) dick_fettsein keinen platz hat.

dicke_fette menschen sind das schlechte beispiel, an dem mensch sich auf keinen fall orientieren darf. deswegen erleben auch so viele schlanke menschen body shaming: sie sollen ja davor bewahrt werden, fett zu werden. bloß nicht ‘wie die’ werden. jedes kilo auf der waage heisst nämlich ein kilo näher an ‘den dicken_fetten’ zu sein. in dieser gesellschaft will das niemand, weil wir alle wissen, welche sanktionen dies nach sich zieht. dick ist so untrennbar und unhinterfragt mit hässlich_unattraktiv_weniger wert verbunden, dass selbst schönheitsnormen-kritische feminist_innen häufig in die falle tappen und diese unhinterfragten annahmen/verhaltensweisen einfach reproduzieren. das teure bio-essen wird zum must-have. distinktion, “gesundheit”sfanatismus und fat shaming reichen sich die hand. (“gesundheit” in anführungsstrichen, weil das, was uns ständig als “gesund” vermittelt wird, gar nicht für alle gelten muss. das vergessen wir schnell, denn die diätpropaganda vermittelt uns jeden tag, dass salat-essen und joggen in jedem fall besser_gesünder (sic!) ist als eis-essen und sich von einem anstrengenden tag ausruhen). und dann diese sprache: worte wie ‘übergewichtig’, ‘normalgewichtig’, ‘normale’ und ‘gesunde’ körper, ‘bewusstes und gesundes’ essen (…) werden völlig unkritisch benutzt.

einiges davon ist auch in texten von den #waagnis-initiatorinnen passiert. da tauchten dann ungefähr so sätze auf wie ‘ich fühlte mich furchtbar, dabei war ich gar nicht dick’. meine lesart davon ist ungefähr so: “ich war gar nicht dick (also so wie diese ganzen dicken_fetten menschen), fühlte mich aber voll blöd. dabei gab es für das blöd-fühlen gar keinen grund (denn ich gehörte ja nicht zu diesen dicken_fetten menschen). wenn ich wirklich dick gewesen wäre, dann hätte ich ja wirklich einen grund gehabt, mich schlecht zu fühlen. aber ich war’s ja nicht. ich war völlig normal und fühlte mich trotzdem schlecht. wie ungerecht!”

ich weiß nicht, ob ihr mir folgen könnt (oder ob ich mich klar ausdrücke, mir fällt’s gerade schwer), aber für mich stecken da (mindestens implizit) krasse abgrenzungen drin. normen werden nur oberflächlich hinterfragt. dicke_fette menschen dienen immer noch als quasi-negative folie (weil: soooo dick war mensch ja gar nicht! und wurde *trotzdem* geärgert! wie fies!).

was auch auffällt: dicke_fette menschen kommen in den texten wenig vor bzw. sind fast kein referenzpunkt. irgendwie scheinen alle gleich betroffen vom körpernormierungsscheiß.

mich stört weniger die symbolaktion, eine waage wegzuschmeißen. ich glaube, dass das für einige ein wirklich empowernder akt sein kann. ich finde die kritik an der aktion aber berechtigt, weil es schönheitsideale und der wunsch diät zu halten individualisiert und weil manche menschen ohne diese waage als kontrollinstanz in ihrem leben echten kontrollverlust erleben. das sind so dinge, die ich in den letzten monaten durch kritischen input von anderen blogger_innen/twitter_innen gelernt habe. für mich ist es zum beispiel überhaupt nicht schwer, die waage wegzuwerfen (also wenn ich eine hätte). ich könnte so eine aktion relativ schnell wuppen. dabei bedenke ich aber nicht mit, dass es nicht für alle so leicht ist, genau diesen normierenden symbolen adieu zu sagen. eins ist klar: eine waage zu entsorgen ändert nix an den normierungen, die ich jeden tag mal mehr, mal weniger subtil abbekomme. vielleicht war das auch so mein grundgefühl bei der aktion, und deshalb fand ich sie nicht so interessant.

mich stört, wie die aktion gerahmt ist und dass für mich wichtige perspektiven fehlen bzw. bestimmte normen (mindestens implizit) wiederholt werden. und das mal wieder eine revolution ausgerufen wird, obwohl das bekämpfen von schönheitsnormen riesige, teilweise schmerzhafte prozesse sind, in denen menschen immer wieder scheitern.

antje schrupp stellt die frage, ob das thematisieren von körpernormierung denn so wichtig sei. ich finde: ja. sexismus geht ja auch nicht davon weg, wenn wir es unthematisiert lassen. ich denke, dass so ein ausspruch wie ‘ich finde mich auch zu dick, aber das ist mir egal’ muss mensch sich 1. erst mal leisten können und 2. brauchen wir ganz dringend eine diskussion, um genau solche sätze kritischer zu beäugen. ‘zu dick’? für wen? für was? ich fände es schön, wenn wir mehr über die dahintersteckenden normen sprechen und diese nicht mit jeder aussage einfach so wiederholen.

ich möchte dicke_fette menschen lesen, hören, sehen. (und zwar nicht nur als kleine referenz wie im text von kleinerdrei, wo ein “kollege, der fast 200kg wog” dafür herhalten muss, absurde mythen zu reproduzieren: ‘dünne version in mir’ wtf?). ich glaube, dass wir alle viel von der beschäftigung mit fat positiven_empowerment texten, bildern, liedern lernen können, egal wie unsere soziale position ist. manchmal hilft ein perspektivwandel, um bestimmte strukturen zu durchblicken.

für mich bleibt zumindest die erkenntnis, dass fat positive diskurse noch nicht wirklich in der deutschsprachigen feministischen blogosphäre angekommen sind. das ist bitter, aber erkenntnis ist ein erster wichtiger schritt. vielleicht folgen ja noch weitere.

******************************************
mein lieblingstext zur aktion #waagnis kommt von miss temple: nicht so waagemutig. auf glasglocke findet ihr ebenfalls eine kritik und eine linkliste mit vielen texten zum weiterlesen. ninia lagrande ist auch noch mal auf die kritiken eingegangen. 

15 thoughts on “wanted: fat positive debatten

  1. Danke für die Kritik, da sie ein paar Beispiele aus meinem Text aufgreift, möchte ich ganz kurz darauf antworten:
    Ich habe das mit dem Kollegen nicht erfunden und es ging mir nicht darum, einen Myhtos zu reproduzieren. Mir gefiel der Satz schon damals überhaupt nicht (er ist über zehn Jahre her), ich merkte aber beim neuerlichen Nachdenken darüber, dass ich es ähnlich betrieb, nämlich einem Menschen mit einem Körper hinterherzuhecheln, den es längst nicht mehr gibt und vor allem auch nicht mehr geben muss.

    Ich wollte mit meinen Formulierungen auch keine dicken Menschen ausgrenzen. Wenn ich das tat, tut mir das leid. Vielmehr wollte ich das Klima aufzeigen, in dem ich aufwuchs, das voll war mit solchen Aussagen und Vergleichen und die mich leider geprägt haben. Sich nach fast vier Jahrzehnten davon zu emanzipieren, ist schwierig.
    Der Prozess ist leider mühsam, dauert schon eine Weile an und mit intellektueller Herangehensweise ist es leider nicht getan. (Ja, das Ändern der Sehgewohnheiten kann da schon sehr viel helfen, aber das genügt (mir) nicht.)

    Dass wir dicke Menschen völlig außen vorgelassen haben, war unbedacht und falsch. Ich hätte es besser wissen müssen, habe ich mich doch auch schon im Rahmen von Anke Gröners Buch “Nudeldicke Deern” sehr lange mit ihr darüber unterhalten und mich mit den entsprechenden Blogs beschäftigt. Das tut mir sehr leid.

    Ich freue mich, dass mittlerweile so viele gute Beiträge und Gedanken zu dem Thema zusammengekommen sind, die hoffentlich auch Menschen erreichen, die sich vorher noch nicht zB. mit Fat Acceptance beschäftigt haben.

    Zu guter Letzt: Ja, das Wegwerfen der Waage kann allenfalls ein Anfang sein. Es ändert nicht automatisch etwas an der Haltung zum eigenen Körper und schon gar nicht an der Haltung unserer Gesellschaft.

  2. “brauchen wir ganz dringend eine diskussion, um genau solche sätze kritischer zu beäugen. ‘zu dick’? für wen? für was? ich fände es schön, wenn wir mehr über die dahintersteckenden normen sprechen und diese nicht mit jeder aussage einfach so wiederholen.”

    Ja klar, aber ich für meinen Teil weiß ja schon, dass diese Normen Unfug sind, ich bin mir darüber sehr bewusst, dass der Gedanke “ich bin zu dick” Quatsch ist, ich habe ja diese ganzen feministischen Reflektion usw. hinter mir. Aber dieser Satz “ich bin zu dick” kommt mir trotzdem immer wieder in den Sinn. Und ich befürchte, noch mal zwanzig Jahre drüber reden und drüber nachdenken ändert daran auch nichts mehr (was nicht heißt, dass man generell nicht mehr darüber nachdenken soll, mir ist schon klar, dass viele diese Normen noch haben und an sich und andere anlegen, aber ich tue das nicht).

    Ich beobachte manchmal sowas wie einen “Emanzipationsstress”, der darin besteht, dass Feministinnen an sich selbst sehr hohe Ansprüche haben, alles das, was sie reflektiert haben und theoretisch wissen, dann auch praktisch umzusetzen. Und es stimmt ja, dass denken hilft und man vieles auch umsetzen kann. Aber manches eben auch nicht, denn wir leben ja weiter in dieser Welt und kommen da nicht raus.

    Und ich wollte nur dafür plädieren, an diesen Punkten auch großzügig mit sich selbst zu sein (mit sich selbst, nicht mit blöden Sprüchen oder Handlungen, die aus dieser Unzulänglichkeit folgen, bei sich selbst oder bei anderen, aber das habe ich in meinem Post ja ausdrücklich geschrieben).

    Mir fiel heute mittag noch ein anderer Vergleich ein. Es gibt ja diese buddhistische Regel, sich Sachen leidenschaftslos anzuschauen und sie zu akzeptieren. Und so mache ich es mit meiner eigenen Unzulänglichkeit: Dann beobachte ich mich selbst, wie ich mich zu dick finde und stelle quasi emotionslos fest: “Ah, sie findet sich mal wieder zu dick”. Und lasse den Moment vorüberziehen, anstatt mich daran aufzuhängen oder mich darüber zu ärgern. Das schont die Nerven und die Ressourcen.

  3. @ maike

    danke, dass du noch mal auf meinen text reagiert hast. ich glaube nämlich, dass es vielleicht ein grundlegendes missverständnis gibt (zumindest lese ich das so aus deinem kommentar raus, bitte sag mir, ob ich da falsch liege): mir geht es an keiner stelle darum, dass alle alles ‘richtig’ machen müssen. keine von uns lebt ein perfektes leben, keine von uns kann sich von dem ganzen mist befreien, der uns umgibt. keine von uns kann diese ganzen mechanismen durchblicken.

    ich habe in der theorie auch schon viiiiel mehr verstanden, als ich in der praxis umsetzen kann. aber genau diesen prozess sollten wir transparent machen. mir fehlen bei vielen persönlichen erzählungen zu körperdiskriminierungen häufig gesellschaftskritische kontextualisierungen. wer das sprachlich vielleicht nicht so beherrscht, muss das auch nicht immer supi-dupi erklären. manchmal kann ich dinge, die für mich schmerzhaft sind, auch nur mit einem: ‘wtf’ oder ‘scheiße’ beschreiben. aber wenigstens mache ich dadurch deutlich, dass ich etwas nicht akzeptiere.

    ein beispiel, du schreibst in deinem text folgenden satz:

    “Meine hässlichen Beine zum Beispiel, die ich mit meiner unmöglichen Schuhauswahl auch noch unterstrich und meine fehlende Taille, die in den Röcken, die ich trug, noch mehr zur Geltung kam.”

    ohne dich zu kennen, würde ich mal behaupten, dass du deine beine ‘hässlich’ nennst, weil sie vielleicht nicht schlank/lang/rasiert/was auch immer sind. deine taille ‘fehlt’, weil es das ideal gibt, dass frauen* taillen haben. genau hier fehlt mir eine stärkere einbettung, weil das gesellschaftliche ideal in diesem satz nicht in frage gestellt wird, quasi unbenannt bleibt.

    es geht mir nicht darum, dass du auf einmal alle körperteile von dir wunderschön finden sollst. das passiert nicht über nacht. aber mensch kann wenigstens transparent machen, dass die markierung deiner beine als ‘hässlich’ nach einem völlig beknackten schönheitsideal passiert. genau dann fängt mensch nämlich an, an normen zu kratzen. ich z.B. würde nie einem menschen erzählen, dass meine beine ‘hässlich’ sind, obwohl sie das den schönheitsidealen folgend sind: dick, schwabbelig, mit cellulite und haaren. ich würde höchstens sagen, dass andere menschen (und manchmal auch ich) meine beine als ‘hässlich’ ansehen, weil wir in einer gesellschaft leben, die beine überhaupt erst in ‘hübsch’ und ‘hässlich’ einteilt. ich will mich von diesen einteilungen einfach verabschieden. das heisst nicht (ich wiederhole mich, um es deutlicher zu machen), dass diese ideal nicht auch trotzdem etwas mit mir macht, mich manchmal verzweifelen lässt, aber es heisst, dass ich diese ideale zumindest nicht auch noch (unhinterfragt) wiederhole. es gibt nun einmal keine objektiv hässlichen beine. es gibt nur eine gesellschaft, die beine unterschiedlich bewertet.

    kurz noch zu dem beispiel mit deinem kollegen: ich finde es insgesamt schwierig, dass du deinen kollegen so zitierst und dann auch noch die kg-zahl angibst. diese erzählung von ‘es steckt eine dünne version in mir’ ist eine recht typische, hegemoniale erzählung über dicke_fette menschen menschen, die sie auch selbst manchmal tätigen (internalisiertes fat shaming würde ich das nennen). solche erzählungen gibt es, weil es das ideal ‘dünn’ gibt. dabei ist das voll quatsch: es steckt keine dünne person in irgendjemanden. ich bin die person, die ich bin. ich bin auch kein früheres schlankes ‘ich’ oder ein zukünftiges dickes ‘ich’.

    zu guter letzt wollte ich noch anmerken, dass ich nicht glaube, dass ihr generell dicke menschen ausgrenzt oder komplett aussen vor gelassen habt. das kann ich nicht beurteilen. es gab bestimmt einige, die das empowernd fanden. ich denke, dass exklusion da auch subtiler passiert.

    ****************************************************

    @ antje

    ich verstehe irgendwie, was du sagen willst. ich glaube, ich komme nur zu anderen schlussfolgerungen. wenn ich denke ‘ich bin zu dick’ würde ich das trotzdem anderen leuten nicht einfach erzählen (bzw, höchstens meiner besten freundin, die das 100% einordnen kann). ich würde auch nicht von unzulänglichkeiten sprechen. wie ich bei meike schon schrieb: mir fehlt da einfach die klare positionierung, mal deutlich zu sagen: “zu dick ist meine figur nur, weil diese gesellschaftlich als ‘zu dick’ bewertet wird.” klar kannst du sogar selbst fest glauben, dass du ‘zu dick’ bist, aber ich fände es solidarisch (z.B. auch mit anderen dicken menschen bzw. denjenigen, die ein sehr schwieriges verhältnis zum eigenen körper haben), diese normen nicht auch einfach zu bestätigen. deine überschrift würde auf mich z.B. total anders wirken, wenn du geschrieben hättest:

    “die gesellschaft findet mich zu dick, aber das ist mir egal.”

    das ist für mich schon ein großer unterschied. weil es das eigene empfinden des sich-zu-dick-findens auch noch mal stärker gesellschaftlich einbettet.

    ist das nachvollziehbar?

  4. Danke für die ausführliche Antwort.
    Ja, du hast Recht, ich hätte – unter anderem dort – dazu schreiben sollen, dass es es an der gesellschaftlichen Einordnung liegt, dass meine Mutter(!) mir damals sagte, ich habe hässliche Beine oder eine hässliche Taillle. (Ich mag meine Beine übrigens mittlerweile und meine Taille auch. Das hat sehr lange gedauert.

  5. oh nein, auch noch die eigene mutter…
    aber schön zu hören, dass du heute ein anderes verhältnis zu deinem körper hast!
    gute nacht!

  6. Pingback: Eure Blicke sind meine Waage | The Sexist Meme

  7. Toller Text !
    Ich denke diese fat acceptance ist in Deutschland echt ein schwieriges Thema,
    Weil eben dieser Gesundungsstress und Gesunderhaltungsstress schon ziemlich weit vorgedrungen ist.Dieser ganze BMI scheiss stefkt doch schon wo extrem in einem drin das wird man tatsächlich nicht so einfach los mit Waage wegschmeißen…du hast das klar erkannt mit dm “nicht so dick wiedie..”
    Was mir an vielen Bloggern auffällt sind eben auch nicht nichtdiskussion die in meiner Gewichtsklasse sind.wenn man mal einen Artikel dazuschreibt.kommt nix. Da frage ich mich schon:wollen die nicht oder können sie nicht wegen mangelndem Hintergrund. Das mag scharf sein, aber ich Frage es mich echt….und es gibt leider wie du ja schon bemängelt hast wenige. Tat blogs…und die sind mir oft zu inhaltsleer.da gehts um schminke und um neueröffungen von irgendwelchen modelinien.das ist mir echt zuwenig…falls du lesetipps hast gerne!

    LG
    Stella

  8. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Die Waage einfach wegschmeißen und dann ist gut? – Die Blogschau

  9. Hey, hab vielen Dank für diesen Text! Ich bin nicht von Dickendiskriminierung betroffen und habe erfahrungsmässig und theoriemässig, obwohl mich die Fat Positive-Artikel dieses Jahr total gefreut haben, einfach noch Lücken was das Bewusstsein dafür angeht. Ich hab das Gefühl, hier habe ich ein paar Dinge grundlegend verstanden, und erstaunt festgestellt: Boah, ich hab mich ja auch sehr reproduzierend verhalten in der Vergangenheit. Mal sehen was ich daraus für mich ganz praktisch machen kann!

  10. Pingback: die ennomane » Blog Archive » Links der Woche

  11. Pingback: Waagenweitwurf « mädchenblog

  12. Pingback: Nach dem #waagnis | Kleinerdrei

  13. Pingback: Zur Kritik an #waagnis | Kommander Kaufmann

  14. Pingback: It’s a tummy! | aufZehenspitzen

  15. Pingback: Links 13.07.2014 – ryuus Hort

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>